Kundgebung der Freunde des Wohlstands

Ein Kunstprojekt der Gruppe social-impact🙂

Aus dem Newsletter:

Rund 20 als Fondsmanager verkleidete AktivistInnen zogen am Freitagabend vom Bundeskanzleramt über das Parlament zur Börse. Vor dem Parlament wurden Reden gehalten, Transparente enthüllt und in persönlichen Gesprächen mit Passanten auf das harte Schicksal der in Not geratenen Banken aufmerksam gemacht.

Die Bevölkerung hat auf Transparente mit Sprüchen wie „Armut stinkt – Geld nicht!“, „Grasser ist Klasser“ und „Jeder Mensch hat eine Chance. Wir haben sie ergriffen“ sehr unterschiedliche reagiert. Das Spektrum reichte von Zustimmung bis hin zu aggressiven Reaktionen, weshalb die Demonstranten ihre Kundgebung am Rathausplatz schnell wieder abbrechen mussten, um dem Volkszorn zu entkommen.

„Die Stimmung hat gebrodelt. Nicht nur die hohen Temperaturen haben die Gemüter erhitzt. Es sind auch Eiswürfel durch die Luft geflogen“, so einer der geflüchteten Investmentbanker. Glücklicherweise bekamen die Demonstranten zusätzlichen Schutz durch die Polizei, welche die Kundgebung zur Justizvollzugsanstalt in der Landesgerichtsstraße begleitete. Dort wurde lautstark für die Freilassung von Helmut Elsner demonstriert und eine Schweigeminute eingelegt. Anschließend setzte der Demonstrationszug seinen Weg zum Gebäude der Wiener Börse fort.

Wenn es möglich ist, dass innerhalb kürzester Zeit Rettungspakete für Not leidende Banken geschnürt werden, während umgekehrt die angekündigten Regeln für den Finanzmarkt weiter auf sich warten lassen, dann wird es gewiss noch Spielraum für dreistere Forderungen seitens der Spekulanten geben. Genau darin lag die Überlegung für diese Kundgebung, die zwar als Fake inszeniert, aber während der Vorbereitungen immer wieder von der Realität eingeholt wurde. So verlangte beispielsweise auch der Nationalbank-Gouverneur Ewald Nowotny jüngst eine Anhebung des Pensionsalters, um die Staatskassen wieder zu sanieren. Karlheinz Kopf von der ÖVP legte nach und betonte, dass die hohen Steuer- und Abgabenquote in Österreich einer Versklavung der Besserverdienenden gleichkommt.

Die Kundgebung der Spekulanten war einerseits eine dekadente Warnung der vermeintlichen Banker vor strengeren Regeln für den Finanzmarkt und andererseits eine Danksagung für die bisherige Untätigkeit der Politik. Laut Social Impact Reloaded beschränkt sich deren Rolle lediglich auf einige populistische und klassenkämpferische Phrasen, da sie selbst von der Spekulation auf billige Wählerstimmen getrieben sei.

Die Webseite dazu: „Unser Wohlstand“, dort gibt’s auch noch mehr Fotos.

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