Mit der Care Revolution zum guten Leben

Diese Rezension ist in der Juni-Ausgabe der CONTRASTE erschienen.

Die Aktionskonferenz Care Revolution im März 2014 in Berlin stellte eine Art Wendepunkt in der Care-Diskussion dar: Die Argumentation bewegte sich aus der häufig anzutreffenden Defensiv- und Opferposition hin zu einem selbstbewussten Verständnis von Care als Grundlage für jede Form des Wirtschaftens und Ausgangspunkt für eine neue Gesellschaftsordnung. Diese Entwicklung zeichnet auch das Buch von Gabriele Winker nach.

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Core Economy

In letzter Zeit hat sich für mich eine Erkenntnis herauskristallisiert: Jeder Gesellschaftsentwurf muss auch danach beurteilt werden, welche Rolle in ihm die sogenannten „Care-“ oder „Reproduktionstätigkeiten“ spielen. Bleiben sie unsichtbar, weil transormatorisches Potenzial hauptsächlich in der Lohnarbeit oder zumindest im „öffentlichen“ Bereich gesehen wird? Oder weil die Verkünder dieser Ideen einfach nicht dran denken, weil sie jetzt schon unsichtbar sind?

Im letzten Beitrag dann habe ich beschrieben, dass es darum geht, eben diese Tätigkeiten, die der Produktion und Reproduktion des Lebens dienen, ins Zentrum des Wirtschaftens zu stellen. Mit unterschiedichen Begriffen und etwas anderen Schwerpunktsetzungen machen das die Subsistenzperspektive, die Commonsdiskussion und in jüngster Zeit auch der Care-Diskurs. Nun habe ich gestern etwas Neues erfahren:

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