Überlebt?

Der Weltuntergang ist nicht eingetreten und die Krise haben wir auch mit Bravour überstanden, so könnte mensch zumindest glauben, wenn es nach der Bilanz der Banken und Börsen geht. Noch mal Glück gehabt, oder?

Der Kollaps ist jetzt!

Der Untergang der Menschheit, – denn die Welt wird nicht gleich untergehen, wenn die Menschheit sich vom Erdboden verabschiedet, eher vielleicht sogar im Gegenteil 😉 – so glaube ich, vollzieht sich jedoch nicht als biblische Katastrophe, der Kollaps geschieht nicht von einem Tag auf den anderen, mit einem klaren Davor und Danach. Der Kollaps ist möglicherweise gerade im Gange, trotz – oder gerade wegen – der dazwischen immer wieder aufflackernden Erfolgsmeldungen. Der Kollaps manifestiert sich gerade darin, dass all diese Erfolge widersprüchlich sind und an anderen Stellen im System zerstörerische Auswirkungen hervorrufen, dass sich das System mit seiner eigenen Logik nicht mehr aus dem Sumpf ziehen kann, Münchhausiaden funktionieren nicht mehr!

weiter lesen

Advertisements

Reichtum für alle!

Abundance – Mit einer Rede von Roberto Verzola fing es an, bei der Internationalen Commons Konferenz letzten November in Berlin und in vielen weiteren Diskussionen seither ist es weiter gegangen. Die Frage: leben wir in einer Welt in der grundsätzlich von allem zuwenig da ist und stehen wir daher immer in Konkurrenz um die knappen Güter und müssen uns immer einschränken und sparen, oder ist diese Knappheit nur künstlich hergestellt und Wohlstand für alle ist möglich?

Das Problem beginnt schon beim Begriff: abundance und bei seiner besten deutschen Übersetzung.

Mir gefällt ja „Fülle“ am besten. Aber für manche klingt das komisch, altmodisch, es hat so einen biblischen Beiklang. Der Vorteil, der Begriff ist nicht wirklich besetzt, kann also noch mit Bedeutung gefüllt werden.

Dann die häufigste Übersetzung: Überfluss. Aber heißt es nicht, dass wir derzeit in einer Überflussgesellschaft leben? Seltsam genug, wenn immer noch Millionen Menschen nicht genug zu essen haben und die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinandergeht. Auf jeden Fall, Überfluss wird leicht zu überflüssig, zu einem Symbol für die Konsum- und Wegwerfgesellschaft, vermittelt irgendwie, dass ohnehin mehr als genug da ist, und wir uns eh um nix kümmern müssen. Das ist es nicht, was wir meinen.

Und schließlich: Reichtum. Aber das klingt wieder nach viel Geld und das ist es schon gar nicht. Außerdem, „die Reichen“, das ist ja für manche der sogenannten „Linken“ das Feindbild schlechthin.

Ich bitte um Rückmeldungen bezüglich des preferierten Begriffs und gern auch um weitere zweckdienliche Vorschläge und überlasse es inzwischen den LeserInnen für welchen der Begriffe sie sich jeweils entscheiden und verwende mal Reichtum als Platzhalter.

weiter lesen